Dienstag, Oktober 17, 2017

Feministin lernt als Hure die Männer kennen – News vom 17. Oktober 2017

1. Die Berliner Zeitung berichtet:

Stephani, heute 31, versteht ihre Zeit im Bordell auch als eine Art privates Sozialexperiment. "Geld war nicht mein Motiv", sagt sie. "Es war Neugier. Ich bin in eine extreme Rolle gegangen, um die Rollen der anderen zu verstehen." Die Autorin beschreibt sich als Tochter aus gutem Hause, Einser-Schülerin, Verehrerin von Feministin Alice Schwarzer. Als sie ihr Philosophiestudium in Berlin begonnen hatte, wollte sie den "Feind" kennenlernen: den Mann im Bordell. Dann wunderte sie sich, wie leicht ihr die Rolle als Hure fiel - und dass sie weder Feinde traf noch Männer-Monster.

(...) Auch Simone Wiegratz hat die Kurfürstenstraße für Hydra im Blick. (...) "Eine Diskussion über Sexualität gibt es doch gar nicht", sagt Wiegratz. "Da gehört Ehrlichkeit dazu. Und so lange Männer, die zu Prostituierten gehen, sofort in eine Täterecke gestellt werden, kommt das auch nicht in den Blick."




2. Gute Aussichten, Familienministerin zu werden, hat angeblich die FDP-Politikerin Katja Suding, die maßgeblich dafür verantwortlich sein soll, dass ihre Partei das Wechselmodell (gemeinsame Sorge beider Eltern für ihre Kinder auch nach einer Trennung) befürwortet. Die feministische Gruppe "Pinkstinks" polemisiert gegen Suding in dem Beitrag "Nicht meine Ministerin". Die Autorinnen zeigen sich "alarmiert" und berichten von "schlaflosen Nächten". Die FDP fordert nämlich mit Slogans wie "Mündige Bürger statt Plakatpolizei", dass Menschen auch Plakate, die "Pinkstinks" und anderen Feministinnen nicht gefallen, tolerieren sollten.



3. Der Berliner Tagesspiegel befindet zu dem aktuellen Gerichtsurteil, dem zufolge ein Mann kein Gleichstellungsbeauftragter werden darf:

Das mag ein Rezept für frühere Aufbrüche gewesen sein. Heute stellt sich die Lage komplexer dar, und es wird immer deutlicher, dass nicht Nachteile für die einen beseitigt, sondern Vorteile für alle geschaffen werden müssen. (...) Leider fehlt es an Impulsen. Alle haben sich an Frauen als Beauftragte gewöhnt. Läuft es schlecht, wird es ein Thema für die AfD.




4.
Eine Staatssekretärin unter Schock! Nein, sie wurde nicht überfallen, beleidigt oder auf der Könne Domplatte begrapscht. Ihr wurden Komplimente dargebracht. So etwas darf nie mehr passieren.


Anabel Schunke kommentiert auf "Tichys Einblick" unter der Überschrift "Feminismus in der Sackgasse".

Auch Christian Schmidt widmet der Affäre um die SPD-Politikerin eine lesenswerte Analyse.

Chebli erklärte inzwischen, sie habe mit ihrem Facebook-Eintrag "eine Sexdebatte anstoßen" wollen. In dem Artikel, der darüber berichtet, heißt es, Chebli sei "anzüglich angemacht worden".

Währenddessen widerspricht eine Vertreterin der Deutsch-Indischen Gesellschaft Cheblis Darstellung des Sachverhalts und wirft der Staatssekretärin ihrerseits Sexismus vor.



5. Die liberale Feministin Cathy Young äußert sich zu den Vorwürfen sexueller Übergriffigkeit, die dem Filmproduzenten Harvey Weinstein gemacht werden: It's Good Harvey Weinstein Was Stopped. But Let's Not Start a Witchhunt.

Montag, Oktober 16, 2017

Übler Sexismus: Staatssekretärin immer noch unter Schock – News vom 16. Oktober 2017

1. Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebili wurde derart sexistisch angegangen, dass dies bei ihr zu einem länger anhaltenden Schockzustand führte: Ein Botschafter außer Dienst habe sie von einem Podium herab als "jung und schön" bezeichnet. "Klar, ich erlebe immer wieder Sexismus", schrieb Chebili über den Eklat. "Aber so etwas wie heute habe auch ich noch nicht erlebt." Ich möchte mich eigentlich von derart unverschämten Herabwürdigungen distanzieren, andererseits ...

Zustimmung erhält Chebili von Anja Schillhaneck (Grüne).



2. Den Shitstorm der Woche erntet diesmal ein Frauenmagazin.



3. Die Schweizer SP will sich konsequent feministisch ausrichten und verabschiedete ein "Manifest für eine konsequente feministische Sozialdemokratie". Feministische Themen müssten ins Zentrum der Partei rücken, hatte Natascha Wey, Co-Präsidentin der SP-Frauen, zuvor gefordert. Männer in der Partei müssten mehr über feministische Themen sprechen.



4. Die Süddeutsche Zeitung vertritt die These, man könne Fälle sexueller Belästigung wie bei Harvey Weinstein unterbinden, wenn man nur aufhören würde, sich über das Binnen-I lustig zu machen. Christian Schmidt argumentiert dagegen und schlägt – wenig hoffungsvoll – alternative Methoden vor.



5. Die neueste Geschlechterstudie: Männer mit hohem Status sind eher als Frauen mit hohem Status bereit, Belohnungen mit ihren Unterstützern zu teilen.

Sonntag, Oktober 15, 2017

Wie Kindesmissbrauch in Moscheen tabuisiert wird – News vom 15. Oktober 2017

1. Bisher war die Berichterstattung über sexuellen Missbrauch durch Geistliche auf den christlichen Glauben beschränkt. Vor einigen Tagen brach die MDR-Reihe "Fakt" mit dem Tabu über Kindesmissbrauch in Moscheen. Ich lasse mich von Menschen, die sich bei diesem Thema auskennen, gerne eines Besseren belehren, habe aber den Eindruck, es ist kein Zufall, dass es sich auch hier bei dem beispielhaft genannten Fall um einen Jungen dreht. Wenn meine Vermutung zutrifft, verschleiert der Begriff "Kindesmissbrauch" einmal mehr die Geschlechtszugehörigkeit der meisten Opfer.



2. Der antideutsche Publizist Magnus Klaue kündigt einen Vortrag an, in dem er erklärt, weshalb man "notwendig bekämpfen" müsse, "was heute Feminismus heißt".



3. In linken Wochenmagazin "Freitag" weist Stefan Hetzel auf eine Debatte zwischen Camille Paglia und Jordan Peterson hin. Titel des Beitrags: "Dem Vulgärfeminismus den Garaus machen".



4. Beim Thema "Diskriminierung von Jungen und Männern in anderen Teilen der Welt" werfen wir heute den Blick nach Ghana.



5. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Hallo Arne,

vermutlich kennst Du diese Seite schon. Ich wollte sie Dir dennoch nicht vorenthalten. Hier kann man Belästigung melden. Interessant daran ist, dass die Meldefunktion geschlechtsneutral ist (ich habe es ausprobiert und eine Belästigung gemeldet), aber die ganzen darunterliegenden Hilfsangebote ausschliesslich für Frauen sind. Ich wollte also melden, dass mir meine Chefin mal an den Hintern gepackt hat, aber im Grunde schiesst sich jeder Mann, der auf dieser Seite eine Belästigung meldet, sich selbst ins Knie, da meine Belästigung nun als Mann-gegen-Frau-Belästigung gezählt wird, weil auf der Seite wohl niemand in Betracht zieht, dass auch Männer von Frauen belästigt werden.

Freitag, Oktober 13, 2017

FAZ: Feministinnen werden Trump zweite Amtszeit ermöglichen – News vom 13. Oktober 2017

1.
Das erste Jahr seit der für viele überraschenden Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten neigt sich dem Ende zu, und zwei Aspekte kann man zumindest jetzt schon festhalten. 1. Es war nicht langweilig. 2. Es gab noch keinen Atomkrieg (Stand heute 10.15 Uhr). Bleiben also noch 7 Jahre, die hoffentlich genau so bleiben, aber sollte sich in der zweiten Amtszeit etwas am zweiten Aspekt ändern, so werden sich die Überlebenden vielleicht am Lagerfeuer fragen, wie es so weit kommen konnte. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Schuld sind die Feministinnen, die Trump eine zweite Amtszeit ermöglichten.


Hier geht es weiter mit dem Artikel von Don Alphonso.



2. Bei Riva ist vor einem Monat das Buch "Es war doch gut gemeint. Wie Political Correctness unsere freiheitliche Gesellschaft zerstört" erschienen. Verfasser sind Daniel Ullrich vom Lehrstuhl für Medieninformatik der LMU München sowie Sarah Diefenbach, Professorin für Wirtschaftspsychologie ebenfalls an der LMU München. An mehreren Stellen nimmt das Buch auf die Männerrechtsbewegung Bezug.

So heißt es auf den Seiten 109 bis 110:

Je eindeutiger die Zuordnung zur Opfer-Kategorie, umso besser fühlt sich der Gutmensch durch sein Engagement. Die Allgemeinheit kann durch die Zuordnung erkennen, ob sich mit jemandem solidarisiert werden darf oder ob man sich dadurch womöglich eher Ärger einhandelt. Letzteres kann passieren, wenn man sich für die Belange von Personen einsetzt, die laut PC-Ideologie eher zum Tätersein prädestiniert sind. Eine Solidarisierung mit der "falschen" Gruppe kann konkrete negative Folgen haben: Im Falle der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Goslar, Monika Ebeling, führte das nicht PC-konforme Engagement zum Verlust des Arbeitsplatzes. Ihr Vergehen: Ebeling setzte sich in ihrer Rolle als Gleichstellungsbeauftragte nicht ausschließlich für Frauen ein, sein auch für die Rechte von Männern. Während Frauen nach den Regeln der Political Correctness einer Minderheit angehören und besonderen Schutz bedürfen, tun dies Männer gerade nicht. Ein Engagement für diese steht den Regeln der Political Correctness entgegen und wird folgerichtig von ihren Vertretern abgestraft – hier in Person der Vertreter der Stadt Goslar und in Form des Jobverlustes.


Auf Seite 124 erfährt der Leser:

Da nicht jeder Opfer sein kann (kein Opfer ohne Täter), ist ein regelrechter Konkurrenzkampf um den Opferstatus entstanden. Wenn beispielsweise Männerrechtler ("Maskulisten") auf die Probleme von Männern aufmerksam machen, werden sie häufig von Feministinnen lächerlich gemacht ("Male Tears"). Aus ihrer Sicht verständlich, denn dadurch würden Männer auch zu Opfern, was aus Sicht der Feministinnen die eigene Position schwächen würde: Wenn alle Geschlechter Opfer sind, fällt es schwerer, Forderungen für das eigene Geschlecht durchzusetzen. Wer sich für alle Menschen einsetzt, "diskriminiert" einzelne Gruppen, die dann nicht mehr im Fokus stehen.


Und auf Seite 133 liest man:

Während Gewalt und Aggression von PC-Verfechtern verurteilt werden, wenn sie sich gegen laut PC-Ideologie schützenswerte Minderheiten richten, scheint dies unproblematisch, wenn es Personen trifft, die laut PC-Ideologie zum Kreis der Täter zählen. Kampagnen rund um das Twitter-Hashtag #killallmen (alle Männer töten) sind kein Problem. Der Verein ProQuote, der sich für Gleichberechtigung und mehr Frauen auf Chefposten einsetzt, bezeichnete die Ernennung von Georg Löwisch zum taz-Chefredakteur auf twitter als "Chromosomengau": "Chromosomengau bei @taz: mit Rückschritt in die Zukunft – trotzdem Glückwunsch Löwisch", lautete der Tweet.


An einer Stelle zitiert das Buch auch einen Blogbeitrag des Feminismuskritikers Karsten Mende.

Das Buch ist lesenswert vor allem für jene, denen die darin behandelten Themen neu sind. Langjährigen Genderama-Lesern dürfte der Inhalt bereits hinlänglich bekannt sein. Beispielsweise gehört dazu auch die feministische, massenmediale Verleumdung des Nobelpreisträgers Tim Hunt sowie der feministische Shitstorm gegen den Physiker Matt Taylor, weil er beim Vorstellen der Rosetta-Mission (Andocken einer Sonde auf einem weit entfernten Kometen) das "falsche" T-Shirt trug.

Ich danke der Feministin Yasmina Banaszczuk, die mich durch ihren empörten Verriss dieses Buches darauf aufmerksam gemacht hat. Wenig überraschend hört es sich bei Banaszczuk so an, als habe der Verlag Riva plötzlich ein rechtsextremes Buch herausgebracht. Sie bezeichnet es als "gefährlich und verantwortungslos".



3. Die feministische Lobbygruppe "Pinkstinks" bietet inzwischen eine Online-Denunziationsplattform an, auf der "sexistische" Reklame gemeldet werden kann. Diese Plattform, so die "taz", sei "nicht zuletzt auch ein nützliches Handwerkzeugs für all jene, die das Problem sexistischer Werbung gerne in Form einer künstlerischen Umgestaltung praktisch angehen." Ein Foto, das den Artikel begleitet, zeigt, was mit dieser Formulierung offenbar gemeint ist: ein durch eine aufgesprühte Anprangerung verschandeltes Werbeplakat.



4. Einem Urteil des Schweizer Bundesgerichts zufolge dürfen Gemeinden in bestimmten Fällen einen Vaterschaftstest erzwingen.



5. In Sulzbach hat eine 13jährige sexuelle Belästigung durch Flüchtlinge erfunden.



6. "Sweden’s Sexual Assault Crisis Presents a Feminist Paradox" titelt das Magazin Quillette. Der Beitrag Pauline Neudings beschäftigt sich mit der offenbar hohen Rate sexueller Übergriffe durch Zuwanderer und wie dies in der öffentlichen Debatte tabuisiert werde.



7. 8. In den vergangenen 13 Jahren hat Genderama immer wieder über das Genre von Filmen mit versteckter Kamera beichtet, die veranschaulichen, wie egal es Passanten ist, wenn eine Frau gegen einen Mann öffentlich gewalttätig wird. Unter der Schlagzeile "I abused a man in public and no one cared" berichtet die britische BBC über ein neues Experiment dieser Art. Dem bei diesen Experimenten üblichen Ritual entsprechend ist die Journalistin, die es durchführte, mal wieder völlig perplex: "I never thought people could be so blind to the reality of domestic abuse against men."



8. Die neue US-Erziehungsministerin Betsy DeVos versucht seit einigen Wochen, an amerikanischen Universitäten nach Beschuldigungen sexueller Gewalt wieder faire Verfahren durchzusetzen. (Genderama berichtete mehrfach.) Jetzt reagiert die Demokratische Partei in den USA mit einer Initiative, die genau die Zustände, die DeVos beseitigen möchte, zum Gesetz machen soll. Mehrere Medien berichten, darunter "Time" und die "Huffington Post".



9. Die New York Times beschäftigt sich damit, wie pseudowissenschaftliche Texte über "Sexualtäter" sogar den Obersten Gerichtshof beeinflussen:

The other case, Karsjens v. Piper, examines the constitutionality of Minnesota’s policy of detaining sex offenders forever — not for what they’ve done, but for what they might do. And while the idea of indefinite preventive detention might sound un-American or something out of the film "Minority Report," the larger problem is that "civil commitment," like hundreds of other regulations imposed on those required to register, has been justified by assertions about the recidivism of sex offenders. But those assertions turn out to be entirely belied by science.

For the past 24 years, Minnesota has detained sex offenders released from prison in a "therapeutic program" conveniently located on the grounds of a maximum-security prison in Moose Lake. The “patients” are kept in locked cells, transported outside the facility in handcuffs and leg irons, and subjected to a regimen that looks, sounds and smells just like that of the prison it is adjacent to.

But unlike prison, this "therapeutic" program, which aims to teach the patients to control their sexual impulses and was initially designed to last from two to four years, has no fixed end date. Rather, program administrators decide which patients are safe enough to release. In the 24 years it has existed, only one "patient" has ever been fully released. There are now about 720 people in the Minnesota Sex Offender Program, some with no adult criminal record, and others who, despite having completed every single program ever offered at the facility, have remained civilly committed for over 20 years.

While civil commitment is perhaps the most extreme example of punishments imposed on people convicted of sex crimes, it is by no means the only one. Driven by a pervasive fear of sexual predators, and facing no discernible opposition, politicians have become evermore inventive in dreaming up ways to corral and marginalize those forced to register — a category which itself has expanded radically and come to include those convicted of "sexting," having consensual sex with non-minor teenagers or even urinating in public.

These sanctions include being forced to wear (and pay for) GPS monitoring and being banned from parks, and draconian residency restrictions that sometimes lead to homelessness. In addition, punishments can include, on pain of re-incarceration, undergoing interrogations using a penile plethysmograph, a device used to measure sexual arousal. They have also included requirements that those on the registry refrain from being alone with children (often including their own) and barred from holding certain jobs, like being a volunteer firefighter or driving an ice cream truck.

And when these restrictions have been challenged in court, judge after judge has justified them based on a Supreme Court doctrine that allows such restrictions, thanks to the "frightening and high" recidivism rate ascribed to sex offenders — a rate the court has pegged "as high as 80 percent." The problem is this: The 80 percent recidivism rate is an entirely invented number.

(...) The brief cited a Department of Justice manual, which in turn offered only one source for the 80 percent assertion: a Psychology Today article published in 1986. That article was written not by a scientist but by a treatment provider who claimed to be able to essentially cure sex offenders though innovative "aversive therapies" including electric shocks and pumping ammonia into offenders’ noses via nasal cannulas. The article offered no backup data, no scientific control group and no real way to fact-check any of the assertions made to promote the author’s program.

(...) But in the 30 years since that Psychology Today article was published, there have been hundreds of evidence-based, scientific studies on the question of the recidivism rate for sex offenders. The results of those studies are astonishingly consistent: Convicted sex offenders have among the lowest rates of same-crime recidivism of any category of offender.

(...) Nearly every study — including those by states as diverse as Alaska, Nebraska, Maine, New York and California — as well as an extremely broad one by the federal government that followed every offender released in the United States for three years, has put the three-year recidivism rate for convicted sex offenders in the low single digits, with the bulk of the results clustering around 3.5 percent. Needless to say, there is a tremendous difference between claiming that 80 percent of offenders will re-offend and that more than 95 percent of them won’t.

(...) More than 800,000 Americans have needlessly suffered humiliation, ostracism, banishment re-incarceration and civil commitment thanks to a judicial opinion grounded in an unsourced, unscientific study.




10. Eine Videospiel-Entwicklerin in den USA wurde gefeuert, weil sie andere Frauen als "hübsch" bezeichnet hatte.

Mittwoch, Oktober 11, 2017

Basler Zeitung: "Das Gespenst des Antifeminismus" – News zum 12. Oktober 2017

1.
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Antifeminismus. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man Feministinnen und deren Apologeten glaubt. "Wer sich heute feministisch äussert", schreibt eine Lehrbeauftragte des Basler Gender-Instituts, "erntet nicht nur Gegenwind, sondern oft auch Hass. Ob im Internet, beim Nachtessen, an Universitäten oder im Parlament." Dann verweist sie auf angeblich wissenschaftliche Studien zu diesem Thema: "Die deutschen Soziologen Hinrich Rosenbrock und Andreas Kemper zeigen in Untersuchungen, dass der Antifeminismus offensiver geworden ist, bissiger, organisierter." Doch was da als "wissenschaftlich" apostrophiert wird, ist in Wirklichkeit nur Polemik.


Hier geht es weiter mit dem Artikel Professor Walter Hollsteins in der Basler Zeitung, der noch einmal darauf zurückblickt, wie denunziatorisch in den letzten Jahren mit Kritikern der herrschenden Ideologie umgegangen wurde. So heißt es etwa zu Rosenbrocks Rhetorik:

Dabei macht es sich der Autor leicht. Ein Beispiel: Bei seiner Auseinandersetzung mit der geschlechterpolitischen Initiative "Manndat" zitiert er eifrig von deren Homepage und aus dem Internet-Forum; die durchaus anspruchsvollen Schriften von "Manndat" zur Jungenkrise, Bildungssituation von Jungen, Gesundheit von Männern, etc. nimmt er erst gar nicht zur Kenntnis. Da hätte er ja auch wirklich lesen müssen und das hätte Arbeit bedeutet; einfach diffamieren ist weitaus weniger anstrengend. Die geschichtlichen Zusammenhänge der Männer- und Männerrechtsbewegung scheinen dem Autor gänzlich fremd zu sein. Solches sollte man aber eigentlich schon kennen, wenn man sich als "Männerexperte" ausgibt.

(...) Hauptfeind von Rosenbrock, Gesterkamp, Kemper und Co. sind die sogenannten Männerrechtler. Das sind Personen und Gruppierungen, die seit Jahren Problembereiche von Männern und Buben thematisieren: das Sorge- und Scheidungsrecht, die defizitäre Gesundheitsversorgung, die Feminisierung der Erziehung, die Schulprobleme von Jungen, die hohe Suizidrate des männlichen Geschlechts oder das einseitige, frauenzentrierte Verständnis von Gender Mainstreaming.

Solches nehmen die zitierten Autoren gar nicht erst zur Kenntnis. Dafür weisen sie ebenso eifrig wie verbissen auf die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen hin und kehren jene, die Jungen und Männer betreffen, vom Tisch des Diskurses. Rosenbrock nennt die Diskriminierung von Männern schlicht eine "Konstruktion" und erhebt den schweren Vorwurf, dass der "Blick auf männliche Benachteiligung (...) Formen weiblicher Benachteiligung" ausblende. Letztere bestehen selbstverständlich real, während Erstere nur fiktiv sind. Einen Opferdiskurs gesteht der Autor den Frauen zu, aber nicht den Männern. In diesem Kontext schreibt er nachgerade verächtlich von der männlichen "Opferideologie".

Auf die reichlich vorhandenen empirischen Arbeiten zu Männerproblematiken und -diskriminierungen gehen Rosenbrock und Konsorten an keiner Stelle ein. Dass es Männer-"Bashing" im Feminismus gibt, leugnen sie kategorisch und kritisieren stattdessen Frauenfeindlichkeit und Sexismus der Männerrechtler. Auch da halten sie es nicht für nötig, Belege für ihre Behauptung aufzuführen. So werden Denkverbote errichtet.




2. Da wir gerade auch Thomas Gesterkamp erwähnten: Ein aktueller Artikel von ihm liest sich trotz der vielfachen Kotaus vor dem Feminismus, ohne die in unserer höfischen Gesellschaft kein Gespräch mit den Mächtigen mehr möglich scheint, als ob Gesterkamp auf seine alten Tage fast noch zum Männerrechtler würde. Vor allem der letzte Absatz seines Artikels könnte ähnlich auch auf Genderama stehen. Prompt wird Gesterkamp in der Kommentarspalte darunter genauso abgemeiert, wie sonst wir Männerrechtler von ihm und seinen Brüdern im Geiste:

Ja, Männer könnten Wichtiges beitragen. Sie können sich zum Beispiel ab und an zurückhalten, die Wünsche anderer respektieren und ausnahmsweise nicht versuchen, mit Verweis auf ihren angeblich hehren Ziele ihre (reale oder eingeblildete) Überlegenheit auszuspielen. Sie könnten stattdessen versuchen, sich in Menschen hineinzuversetzen, die nicht die Macht haben, ihren Willen gegen Wiederstände durchzudrücken. Sie könnten einfach mal diejenigen selbst entscheiden lassen, die tatsächlich betroffen sind. Sie tun es leider viel zu selten. Es gehört offenbar zu den Deformationen, die 500.000 Jahre Patriarchat ihnen angetan haben, dass sie vielfach noch immer lieber Mann sind als Mensch.


sowie
Männer an die Spitze der Hierarchie, Frauen als Fußvolk und Bittstellerinnen, dieses Rollenmodell kennt man bestens. Wenn auch nicht unbedingt aus der taz, da ist diese maskulinistische Breitseite auf die Leserinnen mehr als nur eine Bagatelle. Und im Grunde aber auch der bislang eindrucksvollste Beweis für die Richtigkeit der Gerichtsurteile. Ich kann diesen "Kommentar" von Thomas Gesterkamp lediglich unter postlinkem, antifeministischem Mackertum verbuchen. Angesichts solcher Veröffentlichungen spielt das ganze *LGBT-Sprachgehampel dieser Zeitung nun wirklich keine Rolle mehr.


Ja, Karma is a bitch.



3. Der Verein Mogis kritisiert ein aktuelles Gerichtsurteil zur Beschneidung.



4. Das Blog Papalapi erklärt, warum ein Welt-Mädchen-Tag so eminent wichtig ist und merkt abschließend an:

Allerdings verdienen die Jungs dieselbe Unterstützung, da auch sie nichts dafür können, in eine Welt hineinzuwachsen, in der sie u. U. in der Lage sein müssen, ihre Schwester zu ermorden oder später Frauen zu unterdrücken.

SPD triumphiert: Männer von Wahlrecht weiterhin ausgeschlossen – News vom 11. Oktober 2017

1. Die Einführung eines Wahlrechts für Männer steht in Mecklenburg-Vorpommern noch immer in den Sternen, wenn es um das Amt des Gleichstellungsbeauftragten geht. Männer dürfen weiterhin weder für dieses Amt kandidieren, noch eine Gleichstellungsbeauftragte wählen. Das sei verfassungskonform, entschied jetzt das Landesverfassungsgerichts in Greifswald und wies damit die Beschwerde eines Mitarbeiter des Landesbürgerbeauftragten ab.

Der Focus berichtet:

Dem 50-Jährigen war die Enttäuschung anzusehen. "Ich werde weiter von einer Gleichstellungsbeauftragten vertreten, die ich nicht wählen darf." Nach Ansicht der Richter ist die Wahlrechtsbeschränkung verhältnismäßig, um Frauen die verfassungsrechtlich garantierte Chancengleichheit zu gewährleisten. Frauen seien noch immer strukturell benachteiligt, was sich unter anderem in der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen zeige, sagte der Vorsitzende Richter Burkhard Thiele. Das Gleichstellungsgesetz sei in erster Linie noch immer auf die Frauenförderung ausgerichtet.

Das Gericht forderte allerdings den Gesetzgeber auf, die Entwicklung in den kommenden fünf Jahren sorgfältig zu beobachten. Die Entscheidung des siebenköpfigen Gremiums fiel mit einer Gegenstimme. Leichte Anzeichen, dass sich was dreht in Deutschland?

Die Sozialforscherin Ute Klammer von der Uni Duisburg-Essen hätte sich eine andere Entscheidung gewünscht. Dass lediglich Frauen kandidieren und wählen dürften, entspreche nicht mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten, sagte die Wissenschaftlerin.

Klammer war Leiterin der Sachverständigenkommission zum ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung und wirkte auch beim zweiten Gleichstellungsbericht mit. "Ich sehe die Gefahr, dass die Gleichstellung als reines Frauenthema behandelt wird. Die Frage der Gleichstellung ist ein Thema aller Geschlechter."

(...) Kläger Leist sieht sich nicht als Vorkämpfer einer neuen, emanzipatorischen Männerbewegung. Er habe für seine eigenen Interessen gekämpft. Schon in der Verhandlung berichtete der Vater von zwei Kindern von seiner Situation. Seit zwölf Jahren in Teilzeit, um mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen zu können. Diskriminierung am Arbeitsplatz habe er selbst erlebt. Als er in Teilzeit gegangen sei, habe ihn sein damaliger Arbeitgeber – der Landesrechnungshof – deutlich gemacht, dass es nun mit der Karriere für ihn vorbei sei.

(...) Die Richter machten in ihrem Urteil jedoch deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur ein Teilbereich der Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten sei. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass Frauen in Deutschland noch immer strukturell benachteiligt sind: Der Gender Pay Gap – der die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau statistisch beschreibt – liegt in Deutschland bei 21 Prozent.


(Korrekt wäre natürlich: Er liegt bei zwei Prozent – wenn man sich überhaupt auf die bizarre Logik einlassen will, dass Nachteile für eine Gruppe erst beseitigt werden dürfen, wenn eine andere Gruppe von sämlichen Nachteilen befreit ist.)

Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns ist Manuela Schwesig (SPD). Erwartungsgemäß knallen bei den Sozialdemokraten die Sektkorken nach diesem Urteil:

"Heute ist ein guter Tag für die Frauenförderung in unserem Land. Wir sehen uns durch das Urteil vollumfänglich bestätigt", sagte Ministerin Stefanie Drese (SPD). Frauen seien immer noch strukturellen und faktischen Nachteilen ausgesetzt. Sie seien im Berufsleben unterrepräsentiert in Führungspositionen, leisteten vorrangig Pflege- und Familienaufgaben und würden entsprechend häufiger in Teilzeittätigkeiten gedrängt.


Für populistische Behauptungen wie dass Frauen zur Teilzeitarbeit "gedrängt" würden, statt sich aus freien Stücken dafür zu entscheiden, fehlt bis heute jeder Beleg. Die widerwärtige Logik der Sozialdemokratinnen lautet: Männer haben erst dann einen Ansprechpartner für ihre geschlechtsspezifischen Probleme verdient, wenn der berufliche Werdegang von Frauen und Männern statistisch übereinstimmt.

In Mecklenburg-Vorpommern lag die AfD bei der letzten Landtagswahl übrigens bei 20, 8 Prozent. Hm, woran könnte es liegen, dass sich viele Bürger von den etablierten Parteien nicht mehr ausreichend vertreten fühlen?

Andererseits muss man sagen, dass sich die allermeisten deutschen Männer diese sozialdemokratische Arroganz der Macht auch gefallen lassen. Wenn sich selbst der Kläger in diesem Fall nicht im Rahmen einer emanzipatorischen Männerrechtsbewegung engagieren möchte, ist offenkundig, warum das feministische Machtmonopol und sein eklatanter Missbrauch so leicht nicht zu stoppen sind.

Bedauern über das Gerichtsurteil äußerte die Linksfraktion. Deren gleichstellungspolitischer Sprecher Peter Ritter befand, der Ausschluss der Männer vom aktiven und passiven Wahlrecht im Gleichstellungsgesetz trage nicht dazu bei, dass Gleichstellung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen und somit von Frauen und Männern gleichermaßen gelebt werden müsse.

In der "Zeit" lässt Vanessa Vu die Benachteiligung von Männern durch die Verfassungsrechtlerin Anna Katharina Mangold rechtfertigen: "Das Grundgesetz, lässt dem Gesetzgeber viel Spielraum für die Gleichstellung der Geschlechter." Kritiker, die die Entscheidung als diskriminierend betrachten, unterlägen einem Irrtum.

Überflüssig zu erwähnen, dass der Pöbel in den Kommentaren unter dem Artikel die Sachlage mal wieder völlig anders sieht als die herrschende Elite. Ein Kommentator weist sogar frech darauf hin, dass die interviewte Verfassungsrechtlerin alles andere als ideologisch neutral sei, und verweist auf ihren Twitter-Account, in em sie sich deutlich feministisch positioniert. Diese ideologische Verankerung verschweigt Vanessa Vu ihren Lesern. Man darf wohl auch davon ausgehen, dass Mangold genau wegen ihrer ideologischen Positionierung als Interviewpartnerin ausgewählt wurde.

Das "Zeit"-Interview wird hier kritisch kommentiert, das Gerichtsurteil selbst im Blog "Männerrechte". Eine sehr ausführliche Analyse des Urteils findet man bei Hadmut Danisch, der zum Fazit der Rechtsbeugung gelangt.



2. "Armutsfalle Unterhalt – Wie gerecht ist unser System?" ist eine neue Artikelreihe bei Xing: "Finanzielle Verpflichtungen treiben so manches Elternteil in die Existenznot. Betroffene fordern ein faireres Handeln des Staates." Den ersten Beitrag dieser Reihe liefert René Harder, Professor für Schauspiel und fünffacher Vater: "Die Unterhaltszahlungen treiben mich in die Armut."



3. Die Synthie-Pop-Band "Hurts" thematisiert das Schweigen vieler Männer, wenn sie von Krisen belastet sind:

Frontman Theo Hutchcraft continued: "It’s just speaking out, you know. It shouldn’t be taboo. Particularly for men, it’s difficult. Where we come from in the North of England it’s a particular problem culturally. It’s an old idea of stoicism and a masculine identity that is harmful. It’s very harmful to a lot of young men. Discussing things are looked down upon and things become suppressed. Changing those attitudes is a big thing within society and needs to happen. The more commonplace it becomes and the more people who speak about it in general life, it loses any stigma because it becomes normal."




4. Das feministische Magazin "Vice" wählt als Schlagzeile eine Überzeugung, die man wohl ohnehin teilen muss, wenn man für dieses Magazin arbeitet: "It's Confirmed: Women are Higher Beings". Wie der Artikel darunter verrät, ist diese Schlagzeile nicht ironisch, sondern vollkommen ernst gemeint: Einer aktuellen Studie zufolge sei nämlich das männliche Gehirn auf Egoismus und das weibliche Gehirn auf Menschenfreundlichkeit ausgerichtet. Ob wir wohl innerhalb der nächsten 50 Jahren einen feministischen Mainstream bekommen werden, der nicht narzisstisch ist und auf die Abwertung von Männern verzichtet?



5. Eine Londoner Lehrerin wurde für sexuellen Missbrauch eines ihrer Schüler zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. "Ich nehme an, dass er zugestimmt hat", erklärte der zuständige Richter. "Welcher 15-jährige Schüler würde ein so attraktives Angebot ablehnen?"

Nennt mich überkritisch, aber irgendwie bezweifle ich, dass ein Richter bei einem männlichen Täter ähnliche Worte finden würde.

Dienstag, Oktober 10, 2017

Maskulistischer Artikel der "ZEIT": sexuelle Belästigung von Männern – News vom 10. Oktober 2017

1. Wie das Blog Geschlechterallerlei meldet, widmet sich ein aktueller Artikel der "Zeit" der sexuellen Belästigung von Männern und erklärt, warum diese Opfergruppe oft besonders hilflos ist. Der Artikel ist in Gänze lesenswert.



2. Dasselbe gilt für einen Beitrag des Bloggers Lucas Schoppe, der am Beispiel Christine Finkes den Backlash analysiert, mit dem manch eine Meinungsführerin Barrikaden gegen die vorsichtigen Änderungen des veralteten deutschen Kindschaftsrechts aufbaut. ("Finke ist eine sehr erfolgreiche Bloggerin, ... Manuela Schwesig hat als Familienministerin den Kontakt mit ihr gesucht und sich persönlich für ihr Engagement bedankt. Das ist wichtig zu wissen: Es ist kein Artikel einer verwirrten, aber deshalb auch isolierten Bloggerin, sondern einer Frau, die mit dem, was sie tut, Einfluss und Kontakte gewinnt.")

Schoppes Artikel beleuchtet auch einige interne Vorgänge in der FDP, die verdeutlichen, warum sich diese Partei im Kontrast zu allen anderen etablierten Parteien so männerfreundlich auszurichten beginnt.



3. Das Blog Schindluder beleuchtet mit gewohntem Sarkasmus ein geplantes männerfreies Festival in Schweden.



4. "Ohne Frauen in der Wirtschaft läuft nichts" verkündet Wirtschaftsministerin Zypries. Hadmut Danisch kommentiert.



5. Die neue Bremer Frauenbeauftragte wird von der "taz" gefragt, ob Frauenquoten nicht genau jene "binäre Geschlechterkonstruktion" verstärkten, die "akademisch informierte Genderdiskurse überwinden wollen." Die Antwort der Frauenbeauftragten lautet:

Das ist ein total spannender Punkt. Den müssen wir auch diskutieren. Ich sehe da durchaus ein Dilemma: Denn die Binarität steht der Ausdifferenzierung der Geschlechter entgegen. Wenn man allerdings politisch erfolgreich sein möchte, wenn man Maßnahmen, die Wirkung zeitigen, durchsetzen will, braucht es eine Zuspitzung. (..) Wenn politische Kommunikation erfolgreich sein will, muss sie auch für Menschen verständlich sein, die keine GenderexpertInnen sind. Im politischen Diskurs Geschlechterbinarität ganz aufzulösen, halte ich für gefährlich: Wenn wir eine Statistik führen, brauchen wir das Mann/Frau-Verhältnis, um aufzuzeigen, wo Ungerechtigkeiten im System, in den Strukturen sitzen. Klar kann man Statistiken ausdifferenzieren, aber dann steigt Max Mustermann beim Lesen aus.


Ein Leser, der mich auf diesen Artikel aufmerksam machte, sieht hier

einen zweigeteilten Genderismus mit teils offener und teils versteckter Agenda. Vornerum wird erst mal "Gender light" fürs nichtakademische dumme Volk propagiert (nicht zuletzt, um die Diskurshegemonie nicht durch extrem Positionen zu verlieren). Hintenrum soll jedoch nach und nach das komplette Programm implementiert werden.




6. Amerikanische Universitäten widersetzen sich der Vorgabe von Trumps Erziehungsministerin, wieder faire Prozesse nach Beschuldigungen sexueller Übergriffe einzuführen. Das Wall Street Journal berichtet:

Higher education embraced the Obama-era directive, creating a system that routinely violated due-process and free-speech rights. Mrs. DeVos’s guidance and its accompanying Q&A seek to end some of these abuses, directing universities to avoid gender bias, weigh evidence fairly, and afford the same rights and opportunities to the accuser and accused, among other basic equity provisions. It’s revealing that several campuses have responded with animus. But administrators don’t get to pick and choose which Department of Education guidance to follow, and schools in violation could lose federal funding or face Office of Civil Rights scrutiny.

Montag, Oktober 09, 2017

Katalonien soll zur feministischen Republik werden – News vom 9. Oktober 2017

1. USA Today, eine der meistgelesenen Tageszeitungen der USA, berichtet über aktuelle Entwicklungen in Spanien:

"This referendum, and the possible independence of Catalonia, is a chance to break away from the status quo," said Marta, an engineering student. "In that sense, it’s a chance to break away from the patriarchal repression we’ve always known."

"If women are part of this reconstruction of a state, we can achieve more egalitarian change," added Laura, an organizer at her neighborhood’s feminist collective. "We’re not saying Catalonia is better than Spain. This is an opportunity to change things. And what happens here will reverberate throughout Spain."

Spain’s crackdown on the northeastern region's Oct. 1 referendum — in which at least 844 people were injured by baton-wielding and rubber bullet-firing Spanish police, as well as reports of sexual assault by these same security forces — has only confirmed what Marta, Laura and the throngs of young Catalans clamoring for independence already believed: that the current ruling order from Madrid is steeped in patriarchal violence.

That’s why they want to build a feminist republic.

Spearheading this drive for a free and feminist Catalan state is the Candidatura d’Unitat Popular (Popular Unity Candidacy), or CUP — an extreme left, separatist party reviled by Spanish unionists and often viewed wearily by more moderate Catalans.

The CUP has seen a meteoric rise to power over the last decade, from grass-roots activism to securing 10 Catalan Parliament seats in 2015. It vows to build a "socialist, feminist and ecologically sustainable Catalan republic."

(...) "The Spanish state and all of its institutions are patriarchal, and they’re founded on the basis that men are positioned above women. And clearly, their security forces adopt that patriarchal mentality," said the CUP’s Clara Sanchez. "In a situation like (the referendum), where the Spanish state isn’t upholding human rights and its security forces are infringing on those rights, women are most vulnerable to aggression."

Patriarchy-fueled language far predates the referendum, however. In August, the CUP unveiled its final separatist campaign posters featuring an ostensibly working-class Catalan woman sweeping away overwhelmingly male representatives of Spanish power — church, crown and capitalist pursuit — with a broom, accompanied by the text, "Let’s sweep them away."

Last week, CUP lawmaker in Catalan Parliament Mireia Boya called Spanish Prime Minister Mariano Rajoy an "abuser" (the term inescapably carrying domestic violence connotations) who "wants to give us a beating."

(...) Independence, then, is a chance to start anew, free of an abusive relationship. "We’re not going to magically have a feminist republic by leaving Spain," said Laia Estrada, a CUP city councilmember in Tarragona, about 50 miles down the coast from Barcelona. "But here in Catalonia, we can work toward feminism; we can fight for it."

She defines a feminist republic as one "in which we put all of our efforts into ending the socialization of gender, where we share the workload, both productive and reproductive and redistribute wealth."

The sexual division of labor, where women are relegated to home and child care without any kind of remuneration, is one of the central issues facing Catalonia and Spain, she said.

The CUP’s feminism is intrinsically tied to its socialism. "We live in a patriarchal, capitalist system in which the accumulation of capital is at the heart of everything," said Sanchez. "The goal of feminism is to make life and people’s well-being the center of all policy."


In den deutschsprachigen Leitmedien konnte ich nichts über diese Bestrebungen finden. Man braucht inzwischen die amerikanische Presse, um darüber informiert zu sein.



2. In einem phantasievollen Artikel verknüpfen die Genderforscherinnen Michelle Lanwer und Franziska Schutzbach Pick-up-Artists, Männerrechtler, Rechtsnationale und Massenmörder.



3. Das männerpolitische Blog Toy Soldiers beschäftigt sich heute mit einem Interview, das die Filmemacherin Cassie Jaye mit dem männerfeindlichen Demagogen Michael Kimmel führte.

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